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Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt"

Ein für verbindlicher Kompetenzrahmen mit sechs Kompetenzbereichen und Darstellung der damit verbundenen Herausforderungen für Schulen.

Kultusministerkonferenz

1. Überblick

Zielsetzung

Digitalisierung wirkt als fester Bestandteil unserer Lebens-, Berufs- und Arbeitswelt auch auf den Bildungsbereich. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bildungsaufträge und Rechtsgrundlagen der Bildungseinrichtungen gilt es Digitalisierung differenziert zu betrachten. In den sechs Handlungsfeldern (1) Bildungspläne und Unterrichtsentwicklung, curriculare Entwicklungen, (2) Aus-, Fort und Weiterbildung von Erziehenden und Lehrenden, (3) Infrastruktur und Ausstattung, (4) Bildungsmedien, Content, (5) E-Government, Schulverwaltungsprogramme, Bildungs- und Campusmanagementsysteme, (6) rechtliche und funktionale Rahmenbedingungen wird beschrieben, wie eine Strategie für Bildung in der digitalen Welt gestaltet werden muss.

Zentrale Inhalte

Fokus Allgemeinbildung
In einem verbindlichen Kompetenzrahmen werden für Schülerinnen und Schüler sechs Kompetenzbereiche definiert:

(1) Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
(2) Kommunizieren und Kooperieren
(3) Produzieren und Präsentieren
(4) Schützen und sicher Agieren
(5) Problemlösen und Handeln
(6) Analysieren und Reflektieren

Für jeden dieser Kompetenzbereiche werden konkrete Kentnisse und Fähigkeiten beschrieben die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit erwerben sollen.
Damit Lehrkräfte diesen Kompetenzerwerb ihrer Schülerinnen und Schüler fördern können, muss auch bei ihnen der Kompetenzaufbau und die Vertiefung bestehender Kenntnisse und Fähigkeiten in allen drei Phasen der Lehrerbildung verankert werden. Die für Lehrkräfte identifizierten Kompetenzbereiche sind:
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen allgemeinen Medienkompetenz
- Entwicklung medienerzieherisch wirksamer Konzepte und didaktisch reflektierte und aufbereitete Unterstützung des Kompetenzerwerbs für den Umgang mit digitalen der SuS
- Planung, Durchführung und Reflektion des adäquaten Einsatzes digitaler Medien und Werkzeuge zur Förderung individualisierter, selbstgesteuerter und kollaborativer Lernprozesse und -ergebnisse
- Nutzung der lerntheoretischen und didaktischen Möglichkeiten der digitalen Medien
- Identifizierung geeigneter Materialien und Programme anhand entsprechender Qualitätskriterien
- Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Lernen mit und über sowie das Gestalten von Medien
- Kollaborative Entwicklung und Durchführung von Lern- und Unterstützungsangeboten
- Auseinandersetzung mit aktueller Forschung zur Bildung in der digitalen Welt
- Gestaltung des Unterrichts als sicherer Raum durch Kenntnisse über Urheberrecht, Datenschutz, Datensicherheit, Jugendmedienschutz

Für allgemeinbildende Schulen ergeben sich daher die zwei zentralen Ziele der fachübergreifenden curricularen Verankerung des Kompetenzrahmens und die digital gestützte Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen.

Kompetenzen in der digitalen Welt
  • Suchen, Verarbeiten & Aufbewahren
  • Kommunizieren & Kooperieren
  • Produzieren & Präsentieren
  • Schützen & sicher Agieren
  • Problemlösen & Handeln
  • Analysieren & Reflektieren

2. Hinweise

Hintergrund

Der Kompetenzrahmen orientiert sich an den drei Kompetenzmodellen „DigComp“, dem „Kompetenzorientierte[n] Konzept für die schulische Medienbildung“ der Länderkonferenz MedienBildung und der ICILS-Studie „Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in der 8. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich“ und wurde mithilfe von Expertengesprächen für den deutschen Kontext angepasst.