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Unterrichtsbaustein

Alternative Leistungsnachweise mit Design Thinking

Lernende bestimmen mit, wie sie ihre Leistungen nachweisen und wir Lehrenden haben entschieden weniger zu korrigieren.

Kerstin Schröter
Meike Völz
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30. Mai 2019
30.05.2019

Einstieg

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler wenden ihr Wissen über digitale Lerntools eigenverantwortlich an, wenn es darum geht, Leistungsnachweise zu erbringen. Sie lernen die kreative Problemlösungsmethode Design Thinking kennen und nutzen als eine Form der visualisierten Ideensammlung ein E-Book.

Fachkompetenzen

Die Lernenden festigen ihr Wissen über digitale Tools. Sie üben, in Zusammenhängen neugierig zu denken und dabei Probleme zu lösen: kritisch und (problem-)lösungsorientiert, kommunikativ, kreativ und kollaborativ im Team. Konstruktives Feedback in einer positiven Fehlerkultur steigert ihre Empathiefähigkeit und das Selbstbewusstsein.

Kompetenzen in der digitalen Welt
  • Zusammenarbeiten
  • Entwickeln und Produzieren
  • Digitale Werkzeuge und Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen nutzen
Medienausstattung

Smartphone

Tablet

Notebook

Desktop-PC

digitale Projektionsfläche

Details

Informationen zum Unterrichtsgegenstand

Leistungsüberprüfung findet meist noch klassisch schriftlich statt. Alle beantworten die gleichen Fragen. Die Lehrkräfte korrigieren die gleichen Arbeiten. Mittels der kreativen Problemlösungsmethode Design Thinking können die SuS individuell entscheiden, wie sie ihr Wissen nachweisen wollen, denn sie haben gelernt, wie man online zusammenarbeitet, lernt durch Lehrvideos, übt mittels interaktiver Lernangebote. Nun setzten sie dieses Wissen zielgerichtet ein, um ihre Leistungen zu präsentieren. In diesem Beispiel haben Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse eigene Lektüren zum Thema "Leben in anderen Ländern" gelesen und ihre Ergebnisse in Form von Audios, Videos oder auch schriftlichen FachArbeiten inhaltstief und kurzweilig präsentiert. Diese Methode eignet sich für diverse Projekte, nicht nur in der Schule.

Beschreibung des Unterrichtsbausteins

Wenn die SuS Gelerntes kreativ präsentieren wollen, müssen sie tiefer in die Materie einsteigen, sich Gedanken machen jenseits des Ausweniglernens und Aufschreibens für eine Klausur. Die praktische Anwendung diverser Tools braucht Vorüberlegungen, welchen Inhalt man auswählt und wie man ihn aufbereitet. Dafür eignet sich Design Thinking, denn hier durchlaufen sie die verschiedenen Schritte, dürfen Fehler machen (hier z.B. die Gruppe wechseln oder das Medium, wenn sie merken, dass ihre Anfangsideen nicht zielführend sind). Zur Dokumentation eignet sich z.B. ein ebook, damit alle Ideen abrufbar zusammengeführt und kreativ gestaltet sind durch Texte, Mindmaps, Fotos oder Audios und Videos (die beiden letzten per QR Code). Diese Methode braucht anfangs Zeit, die schnell wieder aufgeholt werden kann, je öfter sie eingesetzt wird.

Bildungsplanbezug

überfachliche Kompetenzen: sich eigene Ziele setzen und verfolgen, ...die Fähigkeiten, zu Kommunizieren, zu Kooperieren und zum systematischen, zielgerichteten Lernen sowie die Nutzung von Strategien und Medien zur Beschaffung und Darstellung von Informationen. (Bildungsplan Stadtteilschule I Deutsch, S. 13f.)

Möglichkeiten der Differenzierung / Individualisierung

Die Differenzierung liegt in dem von der Gruppe gewählten Medium.

Hinweise & Links

Hinweise

Die Lernenden wenden nur Tools und Methoden an, die sie sicher beherrschen. Diese können sie auch in einem anderen Fachunterricht kennengelernt haben. Daher ist es nicht notwendig, dass die Lehrkräfte all diese Tools kennen. Eine Fortbildung für Lernende und Lehrende zur Methode Design thinking in der Schule unter dem Namen Projektplanung mit Design Thinking gibt es im Landesinstitut Hamburg am 4.9.2019. Anmeldungen unter der TIS-Nummer: 1915M4201.