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Unterrichtsbaustein

Panel Discussion "Big Data"

Wie verändert Big Data unseren Alltag? Welche Potenziale bieten die riesigen Datenmengen und welche Risiken gilt es zu beachten?

Regina Schulz
Sarah Borde
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12. September 2018
12.09.2018

Einstieg

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein fundiertes, multiperspektivisches Verständnis zu Big Data, sie setzen sich mit verschiedenen Quellen auseinander und fassen relevante Informationen zum Thema zusammen. Sie nutzen dafür ggf. ein kollaboratives Textverarbeitungstool, sie sammeln Redemittel zum Themenfeld „Big Data“ in einer Mind Map und behaupten sich in einer Diskussion, indem sie einen ggf. fremden Standpunkt einnehmen, argumentativ ihre Meinung begründen, Funktionswortschatz festigen sowie ihre Redemittel aus der Mind Map verwenden.

Fachkompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sind vertraut mit Themen, die universelle Bedeutung haben, sie nutzen moderne Medien zur gezielten fremdsprachlichen Recherche, entnehmen aus verschiedenen Quellen Informationen, fassen sie zusammen und beurteilen sie hinsichtlich ihrer Relevanz, halten in Diskussionen mit, argumentieren überzeugend, reagieren auf Argumentationen anderer und setzen die Sprache adressatengerecht ein.

Kompetenzen in der digitalen Welt
  • Auswerten und Bewerten
  • Sicher in digitalen Umgebungen agieren
  • Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren
Medienausstattung

1 Gerät pro Kleingruppe (Smartphone, Tablets, PC), Beamer oder interaktives Whiteboard

Details

Informationen zum Unterrichtsgegenstand

Mit Big Data werden häufig nicht nur riesige Datenmengen, sondern auch die Analyse durch Algorithmen und die Nutzung dieser Daten bezeichnet. In der Unterrichtseinheit wird das kontroverse Thema multiperspektivisch beleuchtet.

Beschreibung des Unterrichtsbausteins

In einer Diskussion setzen sich 6 Personen (5 Gäste und 1 Moderator/-in) mit Chancen und Risiken von Big Data in verschiedenen Bereichen des Lebens auseinander. Zwei Rollensets stehen zur Verfügung: Figuren aus dem realen Leben sowie Charaktere aus Dave Eggers‘ The Circle, einer dystopischen Vision des Internetzeitalters geprägt durch Daten-Totalitarismus und totaler Transparenz.
Jede/-r Schüler/-in erhält für die Vorbereitung 3 Materialien: eine Rollenkarte, eine Aufgabeninstruktion und eine Liste mit ausgewählten Quellen.
Notwendiges Vorwissen:
Wenn das Set mit fiktionalen Charakteren gewählt wird, sollte Dave Eggers‘ Roman und/oder die Verfilmung bekannt sein. Wird das Thema "Big Data" unabhängig vom Roman besprochen, bietet sich die Diskussion aufgrund der sprachlichen und inhaltlichen Komplexität des Themas eher gegen Ende einer Einheit an.
Didaktisch-methodische Überlegungen:
Das Rollenspiel kann sowohl als klassische Diskussion als auch als Fishbowl-Diskussion durchgeführt werden. Zur Unterstützung des gemeinsamen Arbeitsprozesses kann pro Kleingruppe ein kollaboratives Textverarbeitungstool wie das ZUMPad verwendet werden, in dem die Schülerinnen gemeinsam Argumente sammeln. In diesem Fall sollten sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, sofern noch nicht bekannt, mit einem ZUMpad vertraut machen. Auch das Erstellen der Mind Map kann mithilfe digitaler Tools, wie z. B. "Mindmeister", realisiert werden.

Bildungsplanbezug

Universelle Themen der Menschheit (vgl. Bildungsplan gymnasiale Oberstufe. Neuere Fremdsprachen. 2009. S. 32)

Möglichkeiten der Differenzierung / Individualisierung

Die Unterrichtseinheit ist aufgrund ihrer Komplexität und Offenheit bereits inhärent differenzierend:
Inputmaterialien (Vielfalt, Wahlmöglichkeit, Lernertypen, Schwierigkeitsgrad), Sozialformen (Zusammenstellung der Gruppen, individuelle und kooperative Phasen), Tempo und Leistungsvermögen (z. B. Möglichkeit Videos mehrfach zu schauen oder weniger Material zu bearbeiten), Rolleneinteilung, inhaltliche Scaffolding-Angebote (Rollenkarte und Aufgabeninstruktion)
Weitere Möglichkeiten:
Zusätzlich sollten den Schülerinnen und Schülern sprachliche Gerüste an die Hand gegeben werden (z. B. discussion phrases oder Redemittel, um ihren Mitschülern Feedback zu geben). Die Fishbowl-Methode bietet außerdem Möglichkeiten der Differenzierung (z. B. leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler beginnen).