Vorschaubild Rapping Shakespeare
Unterrichtsbaustein

Rapping Shakespeare

Hip Hop und Shakespeare - eine inhaltlich-analytische Auseinandersetzung, klangliche Erkundung, eigene Vertonung eines Shakespearean Sonnet.

Regina Schulz
Sarah Borde
Logo_BSB
12. September 2018
12.09.2018

Einstieg

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich den Inhalt von Shakespeares Sonett 18, indem sie es in ihren Worten wiedergeben und das zentrale Thema des Gedichts benennen, sie analysieren das Reimschema des Sonetts und machen sich durch eine Sprechübung vertraut mit dem jambischen Versmaß, sie verstehen die Struktur des "Shakespearean Sonnet" und schreiben ggf. ihr eigenes Sonett nach diesem bekannten Muster, sie nutzen eine freie Audiosoftware, um mit selbst produzierter oder lizenzfreier Musik ein Sonett zu vertonen, sie bewerten Vertonungen eines Sonett und nutzen dazu vorgegebene Redemittel zum Themenfeld "music".

Fachkompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Merkmale bestimmter Textsorten, sie tragen kürzere literarische Texte, besonders Gedichte, mit angemessener Betonung vor, sie sind vertraut mit exemplarisch ausgewählten Aspekten der Kultur der Zielsprachenländer, wie sie z.B. in Kunst, Literatur und Medien zeigt, sie erschließen komplexere Texte selbstständig und erfassen auch Detailinformationen genau und weitgehend vollständig, sie gestalten nach bekannten Mustern fiktionale Texte (bei eigener Produktion).
(vgl. Bildungsplan gymnasiale Oberstufe. Neuere Fremdsprachen. 2009. S. 23-31)

Kompetenzen in der digitalen Welt
  • Entwickeln und Produzieren
  • Weiterverarbeiten und Integrieren
  • Rechtliche Vorgaben beachten
Medienausstattung

Smartphone, Tablet, Laptop oder Desktop-PC in 1:1 oder 1:2

WLAN-Zugang für die Schülergeräte, Installation eines QR-Code Scanners (optional)

Details

Informationen zum Unterrichtsgegenstand

Die Idee dieser Unterrichtseinheit stammt aus dem TEDTalk (2011) des britischen Rappers Akala, Mitglied der Hip-Hop Shakespeare Company. In dieser kurzen Unterrichtseinheit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler sowohl analytisch als auch kreativ mit einem Sonett Shakespeares. Neben dem Erschließen des Inhalts und der strukturellen Analyse des Sonetts steht vor allem die Erkundung klanglicher Aspekte im Mittelpunkt der Unterrichtsstunden. Die Schülerinnen und Schüler erproben Klang, Tempo und Rhythmus beim lauten Lesen des Sonetts 18, hören eine Vertonung des Rappers Akala und diskutieren diese vor dem Hintergrund der musikalischen Umsetzung des Themas.
Schließlich erarbeiten sie sich dann selbst ein Sonett (bzw. schreiben ihr eigenes Sonett), das sie mithilfe der kostenlosen Software Audacity vertonen. Sowohl Töne, Melodien oder auch Geräusche können genutzt werden. Der Text kann gerappt, gesungen oder gesprochen werden. Auch eine Verfremdung durch die Musik wäre denkbar.

Beschreibung des Unterrichtsbausteins

Notwendiges Vorwissen: Die Webseite Audacity: erste Schritte und das Wiki Audacity Development Manual bieten kleinschrittige Hinweise zum Umgang mit der Software, die ein schnelles Einarbeiten ermöglichen. Inhaltliches Vorwissen zum Thema ist nicht nötig. Gegebenenfalls kann auf Vorkenntnisse aus dem Deutschunterricht zurückgegriffen werden. Didaktische und methodische Hinweise: Die Unterrichtseinheit kann auch als kleines fächerübergreifendes Projekt umgesetzt werden. Während die inhaltliche und analytische Auseinandersetzung mit Shakespeares Sonetten dann Teil des Englischunterrichts wäre, würde im Musikunterricht ein weiteres, ggf. eigenes Sonett vertont werden. Der klassische Einstieg in Form eines Unterrichtsgesprächs kann nach Abwägen der Vor- und Nachteile alternativ auch mithilfe eines digitalen Quiztools (z. B. Kahoot) gestaltet werden (Zitate als Frage, zwei Antwortmöglichkeiten: Shakespeare / Hip Hop). Der language support dient als sprachliches scaffolding, auf das die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf zurückgreifen können. Er kann sowohl beim Sprechen über den Rapper Akala und seine Version von Shakespeares Sonett 18 als auch bei der Auswertung der Schülerergebnisse genutzt werden.

Bildungsplanbezug

Inhalte: Kunst, Kultur, Medien: kennen, verstehen, genießen
(vgl. Bildungsplan gymnasiale Oberstufe. Neuere Fremdsprachen. 2009. S. 32)

Möglichkeiten der Differenzierung / Individualisierung

Die Aufgabe, selbst ein (Pop)Sonett zu schreiben, bietet besonders für leistungsstärkere Schüler eine angemessene Herausforderung und lässt Raum und Zeit, um kreativ mit den eigenen Fremdsprachkenntnissen zu spielen.
Der language support bietet den Schülerinnen und Schülern ein optional zu verwendendes sprachliches Gerüst. Er sollte in Umfang und Art an die jeweilige Lerngruppe angepasst werden.